Vor 75 Jahren starb am 9. Mai 1931 in Pasadena (California/ USA) der US-amerikanische Physiker Albert Abraham Michelson. Er wurde
am 19. Dezember 1852 in Strelno (Inowroclaw/ Polen)geboren.
Michelson wurdenach seiner Übersiedlung in die USA besonders bekannt durch die Ausarbeitung und Durchführung von Präzisions-versuchen, für die er eigene Instrumente erdachte (z. B. ein Interferometer) und ausführte. 1878 gelang ihm mit der Messung der Lichtgeschwindigkeit von 299 910 Kilometern je Sekunde bei einer Toleranz von nur 60 Kilometern je Sekunde seine erste große Leistung. Unter Ausnutzung der Interferenzerscheinungen des Lichts für genaueste Messungen führte er 1881 den nach ihm benannten Versuch durch mit dem er nachwies, dass die Lichtgeschwindigkeit von der Erdbewegung unabhängig ist.
Der Michelson-Versuch widerlegte die Ätherhypothese und gab später den Anstoss zur Entwicklung der Relativitätstheorie. Michelson erhielt 1907 den Nobelpreis „für seine optischen Präzisions-instrumente und seine damit ausgeführten spektroskopischen und meteorologischen Untersuchungen“.