Vor 125 Jahren wurde am 30. September 1881 in Neuendorf (Pommern) der deutsche Funktechniker Egbert von Lepel geboren.
Lepel baute 1915 südlich von Berlin in Königs Wusterhausen die Zentralstation für den Feldfunkverkehr der Kaiserlichen Armee mit allen Fronten auf. Gemeinsam mit Alexander Meißner (1883 - 1958) und Hans Bredow (1879 - 1959) unternahm Lepel im Mai 1917 an der Westfront bei Rethel (Frankreich) erste Versuche von Unterhaltungs- und Musikübertragungen mit Röhrensendern. Die Telefonie-Senderexperimente sollten dazu dienen, „um teilweise die Aufmerksamkeit und das Interesse der anderen Funkabteilungen zu wecken, und um teilweise an möglichst vielen Stellen die Reichweite der Telefonie-Sender zu erproben“. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Zentralstation für den Feldfunkverkehr als „Deutschlandsender“ ausgebaut, der am 7. Januar 1926 mit einem 280 Meter hohen Sendemast in Betrieb genommen wurde.