Vor 150 Jahren wurde am 7. März1856 in Schlierbach (Kanton Luzern/ Schweiz) der deutsche Elektroingenieur Engelbert Arnold geboren.
Nach seinem Studium in Zürich und einer zweijährigen Praxis in Leipzig und Offenbach übersiedelte Arnold im Jahre 1880 nach Riga (Lettland). Dort war er als Hochschullehrer tätigund beteiligte sichan der Gründung der Russisch-Baltischen Elektrotechnischen Fabrik. 1891 kehrte er in die Schweiz zurück und trat als Ober-
ingenieur in die Maschinenfabrik Oerlikon bei Zürich ein. Drei Jahre später folgte Arnoldeinem Ruf als Professor an die Technische Hochschule Karlsruhe, die bereits am 7. Oktober 1825 als erste Technische Hochschule in Deutschland gegründet worden war. Das dortige Elektrotechnische Institut entwickelte er zu einer für die damalige Zeit vorbildlichen Lehr- und Forschungsstätte. In speziel-len Forschungen befasste sich Arnold mit Fragen der Gleichrichtung und dem Entwurf von Ankerwicklungen im Gleichstrommaschinenbau. Sein acht Bände umfassendes Lebenswerk „Die Elektrischen Maschinen“ galt für mehr als 30 Jahre als das grundlegende Werk der Wechselstrom-technik.