Vor 250 Jahren wurde am 30. November 1756 in Wittenberg (Elbe) der deutsche Physiker Ernst Florenz Friedrich Chladni geboren.
Auf Drängen des juristisch tätigen Chladni Senior hatte sein Sohn Ernst Florenz Friedrich Rechtswissenschaft studiert. Nach dem Tode seines Vaters wechselte er sofort zu der sich für ihn als erfolg-reicher erweisenden Physik über.
Als Vertreter der experimentellen Physik hatte sich Chladni bald einen geachteten Namen erworben. Mit seinen akustischen Unter-suchungen gelang ihm die Bestimmung der Schallgeschwindigkeit in festen Körpern und Gasen. Am bekanntesten wurde Chladnidurch die nach ihm benannten Klangfiguren. Als er sich im Rahmen seiner ausgedehnten Reisen zu Experimentalvorträgen in Paris aufhielt, ließ sich dort 1809 Kaiser Napoleon I. (1769 - 1821) von ihm Klangfiguren-Experimente und Chladnis neues Musikinstrument, den Clavicylinder, vorführen.
Aufgrund der Vielzahl seiner experimentellen und fachliterarischen Arbeiten wurde Chladni zum Begründer der Akustik-Lehre. In weiteren Abhandlungen beschäftigte er sich mit dem Problem des Ursprungs von
Meteoritengestein. Seine Theorie, dass es sich bei Meteoriten um außerirdisches Gestein aus dem Weltall handeln würde, fand anfangs keine Anerkennung. Erst lange nach seinem Todefand seine Theorie eine wissenschaftliche Bestätigung.
Er starb am 3. April 1827 in Breslau (Wroclaw/ Polen).