Ein deutscher Techniker und Unternehmer (1871 - 1956)
Zum Gedenken an seinen 50. Todestag
Vor 50 Jahren starb am 15. Juni 1956 in Wetzlar der Techniker und Unternehmer Ernst Leitz. Er wurde am 1. März 1871 in Wetzlargeboren.
Nach einer längeren Vorbereitungszeit auf die Nachfolge seines Vaters Ernst Leitz (1843 - 1920) trat er 1906 als Teilhaber in das väterliche Unternehmen ein. Anfangs befasste er sich mit der Errichtung weiterer Fabrikationsstätten und der Entwicklung neuer Mikroskope. In Zusammenarbeit mit dem Zoologen W. Schmidt konstruierte er ein binokluares Polarisationsmikroskop. Von diesemals „Orthlux“ bezeichneten Mikroskop wurden 1907 bereits 100 000 Stück hergestellt.
Sein Mitarbeiter Oskar Barnack entwickelte 1914 die erste Kleinbildkamera vom Typ „LEICA“, die seit 1925 eine weltweite Verbreitung fand und von der bis 1946 400 000 Kameras hergestellt wurden. Um 1920 beschäftigten die Leitz-Werke rund 3000 Mitarbeiter. Leitz errichtete 1920 in Wetzlar das neue Haustorwerk. Die von seinem Vater begonnene betriebliche Sozialpolitik führte er in dessen Sinne fort.
Seine Leistungen im optischen Gerätebau wurden mit mehreren Ehrendoktoraten gewürdigt. 1949 wurde Leitz zum Ehrenbürger von Wetzlar ernannt.