Vor 50 Jahren starb am 25. Oktober 1956 in Franklin (New Hampshire/ USA) der US-amerikanische Physiker George Washington Pierce. Er kam am 11. Januar 1872 in Webberville (Texas/ USA) zur Welt.
Als Sohn eines Farmers geboren studierte Pierce in Austin an der University of Texas Mathematik und Physik. Danach trat er in den Hochschuldienst und lehrte an verschiedenen Instituten. 1900 promovierte Pierce an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts) mit einer Promotionsschrift über das Messen von Radio-Kurzwellen.
In Gemeinschaft mit Arthur Edwin Kennelly (1861 - 1939) beschäftigte er sich mit Messungen der elektrischen Charakteristik von Gesprächs-übertragungen und entdeckte in diesem Zusammenhang das Prinzip der Schwingungs-Impedanz. Während des Ersten Weltkriegs entwickelte er für die US-Navy am Cruft Laboratory Ultraschall-Systeme für die Unterwasserortung. Zu seinen wichtigsten Entdeckungen zählen die Magnetostriktion und die Piezoelektrizität. Der von ihm erfundene „Pierce-Oszillator“ ist ein Gerät, mit dem die Frequenzvon Funksendeeinrichtungen und Messgeräten geregelt werden kann.
Für seine technisch-wissenschaftlichen Leistungen wurde Pierce mit der Ehrenmedaille der Institution of Radio Engineers und der Franklin-Medaille geehrt.