Vor 125 Jahren wurde am 20. Dezember 1881 in Hamburg der deutsche Hochfrequenztechniker Gustav Engelbert Leithäuser geboren. Er war der Sohn eines Professors. Leithäuser studierte an der Berliner Universität Physik und Mathematik. Sein Studium schloss er 1903 mit der Promotionsschrift „Über den Geschwindigkeitsverlust der Katodenstrahlen bei der Durchdringung von Metallen“ ab. 1910 folgte er einem Ruf als Professor für Physik an die Technische Hochschule Hannover und wandte sich zugleich dem Gebiet der Hochfrequenztechnik zu. Während des Ersten Weltkriegs führte Leithäuser erstmals eine Funkaufklärung durch Funkrichtungsmessung durch. Nachdem er 1918 seine Tätigkeit beim Telegraphentechnischen Reichsamt (TRA) in Berlin begonnen hattewurde ihm 1921der Wiederaufbauder Küsten-funkstellen übertragen. Ab 1923 bemühte sich Leithäuser um die Entwicklung und Einführung des neuen Massenmediums Rundfunk. Leithäuser entwickelte 1926 die Audionschaltung mit kapazitiv regelbarer Rückkopplung. Nach 1933 beteiligte er sich an der industriellen Fertigung des „Volksempfängers“.Von 1945 bis 1953 übernahm er an der Technischen Universität Berlin den Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik und sorgte für den Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Heinrich-Hertz-Instituts in Berlin-Adlershof.
In Anerkennung seiner wissenschaftlich-technischen Leistungen wurde ihm 1931 die Slaby-Plakette des Deutschen Funktechnischen Verbandes und 1933 die Gauß-Weber-Medaille der Universität Göttingen verliehen.