Vor 100 Jahren wurde am 28. Dezember 1906 in Köln der deutsche Elektrotechniker Hans Rindfleisch als Sohn eines Oberstudienrates geboren.
Rindfleisch studierte er von 1919 bis 1924 an den Technischen Hochschulen in Stuttgart und München Elektrotechnik und in Ergänzung dazu in Jena Physik. Dort promovierte er 1932 mit einer Promotions-schrift, in der er den Einfluss von Gasen auf die Barkhausen-Schwingungen darlegte.
Ebenfalls noch 1932 begann Rindfleisch seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Zeiss-Ikon AG in Dresden, wo er sichmit Fragen der Entwicklung der Tonfilmtechnik befasste. Zwei Jahre später wechselte er nach Kiel zur Nachrichtenmittel-Versuchsanstalt (NVA) der Marine, um sich der drahtlosen Nachrichtentechnik zuzuwenden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Rindfleisch maßgeblich am Aufbau des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) beteiligt; seit dem 1. Januar 1949als Leiter der Abteilung Niederfrequenz eingesetztbeschäftigte er sich im Auftrage des NWDRmit der Entwicklung von Magnetton-Geräten und Rundfunk-Verstärkern. Rindfleisch bekleidete bis 1972 leitende Positionen beim NWDR, beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) und bei internationalen Rundfunk-organisationen.