Vor 125 Jahren erfolgte am 15. April 1881 in St. Petersburg (Russland) die Hinrichtung des Raketenpioniers und Technikers Nikolai Iwanowitsch Kibaltschitsch. Er wurde am 31. Oktober 1854 in Korop (Tschernigow/ Russland) geboren.
Als Spregstoffexperte kam Kibaltschitschum 1880 auf den Gedanken, für Vorstöße in große Höhen den Antrieb durch Raketen auszunutzen. Als Mitglied einer revolutionären Gruppe stellte er die Sprengkörper her, durch die der Zar Alexander II. (1818 - 1881) bei einem Attentat am 1. März 1881 getötet wurde. Kibaltschitsch wurde verhaftet und zum Tode verurteilt. Im Gefängnis brachte er seine Pläne über raketengetriebene Flugkörper zu Papier. Er skizzierte verschiedene Gedanken eines Pulverraketenantriebs mit schwenkbarer Brennkammer und stellte ein Programm für weitere Entwicklungs-arbeiten auf. Nach seiner Hinrichtung verschwanden seine Pläne bis 1918 in den Gerichtsarchiven.