Vor 100 Jahren wurde am 25. Juli 1906 in Hamburg-Altona der deutsche Physiker Rolf Möller geboren.
Seinem Vater gehörte ein Betrieb für optische Erzeugnisse. Nach seinem Physik-Studium an der Universität Hamburg nahm Möller 1929 seine Forschungsarbeit bei der am 11. Juni 1929 in Berlin gegründeten Fernseh AG auf. Ein Jahr später führte er auf der
Berliner Funkausstellung den ersten von ihm konstruierten Fernseh-empfänger vor, der elektromechanisch mit einer Nipkow-Scheibe arbeitete. Mit diesem Fernseher-System wurden 40-zeilige Fernseh-bilder erreicht. Bis 1937 gelang es Möller, diese Fernsehbild-Zeilenzahl auf 441 Zeilen zu steigern.
Mit den von ihm entwickelten Bildröhren für eine Großprojektion wurden 1938 erstmals drei Meter mal vier Meter große Fernsehbilder auf einem mit einem „Linsenraster“ ausgestatteten Bildschirm projiziert. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte er spezielle Fernsehkameras für ferngelenkte Minipanzer, Gleitbomben und Nacht-jagdflugzeuge. Ab 1948 beschäftigte sich Möller mit dem Entwurf verbesserter Fernsehkameras. Von seinen Erfindungen auf den verschiedensten Gebieten der Fernsehtechnik wurden ihm 69 paten-tiert.