Ein deutscher Physiker und Elektrotechniker (1908 - 1981)
Zum Gedenken an seinen 25. Todestag
Vor 25 Jahren starb am 10. September 1981 in Wiesbaden der deutsche Physiker und Elektrotechniker Walter Heimann. Er wurde am
März 1908 in Dauborn (bei Limburg) geboren.
Heimann studierte bis 1931 an der Technischen Hochschule Darmstadt Physik und Elektrotechnik. Von der Elektroakustik ausgehend wandte sich Heimann ab 1933 Untersuchungen der Frequenzabhängigkeit der Braunschen Röhre mit Gaskonzentration zu. Noch im gleichen Jahr trat er in die Fernseh-Abteilung des Reichspostzentralamtes Berlin-Tempelhof ein, wo er sich mit der Entwicklung von Hochvakuum-Katodenstrahlröhren befasste. Ähnlich wie Wladimir Kosma Zworykin (1889 - 1982) in den USA entwickelte Heimann von 1934 bis 1936 eine Ikonoskopkamera für Fernsehaufnahmen. Dem folgte 1939 die Konstruktion eines Superikonoskops in verkleinerter Ausführung. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Heimann mit einem Forscherteam am 1.April 1946 in Wiesbaden die „Physikalisch-Technischen Werkstätten“, aus denen später die Heimann GmbH hervorging. Dieser sich ständig vergrößernde Betrieb machte mit einer Reihe elektrooptischer Neuentwicklungen auf sich aufmerksam. Am bekanntesten davon waren die 1951 entwickelte Fernsehkameraröhre vom Typ Vidicon (unter dem Namen „Resistron“ auf den Markt gebracht) und die EIC-Röhre für Röntgen-Gepäckprüfanlagen.