Vor 125 Jahren wurde am 7. Mai 1881 in Obrighausen (Niederrhein) der Elektrotechniker Walter Rogowski geboren.
Sein Physikstudium absolvierte Rogowski bis 1904 an den Technischen Hochschulen in Aachen und Danzig. Anschließend arbeitete er an der Technischen Hochschule Danzig, bis er 1908 einem Ruf als wissen-schaftlicher Mitarbeiter an die Physikalisch Technische Reichs-anstalt folgte. Seine speziellen Forschungsbereiche waren Gebiete der Starkstromtechnik, Fernmeldetechnik und Elektrophysik.
Unter Rogowskis Leitung wurde an der Technischen Hochschule Aachen ein Hochleistungs-Katodenstrahl-Oszillograph entwickelt, mit dem 1925 der zeitliche Verlauf einer Wanderwelle erstmals experimentell nachgewiesen wurde.
Ähnlich wie E. Flegler und R. Tamm beschäftigte sich Rogowski mit der Frage einer Erhöhung der Intensität einer Elektronenstrahl-ablenkung, indem er 1927 eine zweite kurze Spule zwischen Katode und Anodenblende einfügte. Wie E. Ruska in einem wissenschaftlichen Beitrag erwähnte sollte diese zweite Spule „ das von der Katode ausgehende Strahlenbündel auf die kleine Öffnung der Anodenblende konzentrieren, damit der von ihr ausgehende Schreibstrahl eine möglichst hohe Stromstärke erhielt“.