Vor 175 Jahren wurde am 10. November 1832 in Chipping Barnet (Herefordshire/ Großbritannien) der Nachrichtentechniker Frederick Ebenezer Baines als Sohn eines Chirurgen geboren. Bereits als Vierzehnjähriger beschäftigte sich Baines mit selbst-gebastelten Telegrafen-Apparaten. Zur Vertiefung seiner auto-didaktisch erworbenen elektrotechnischen Kenntnisse nahm er 1848 in London eine praktische Tätigkeit bei der „Electric Telegraph Company“ auf. Obwohl er ab 1855 im Dienst der britischen Post stand beschäftigte sich Baines in seiner freien Zeit weiterhin mit telegrafentechnischen Fragen. In der Folgezeit entwarf er Pläne für Seekabeltrassen, um künftige Kabelverbindungen mit ehemaligen britischen Kolonien aufzubauen. Weiterhin schlug Baines beispielsweise in einem Brief an „The Times“ am 14. September 1858 vor, eine Telegrafenlinie quer durch Kanada von der Atlantik- bis zur Parifik-Küste zu errichten. Erst nachdem die technischen Voraussetzungen erreicht waren kamen Baines Pläne später zur Ausführung. Von Baines stammen eine Reihe von Vorschlägen zur Reformierung des britischen Post- und Telegrafenwesens. Aufgrund seines Vorschlags wurden 1870 alle privaten Telegrafen-Gesellschaften in Großbritannien verstaatlicht und ein einheitlicher Gebührensatz in Form der „sixpenny-rate“ ohne Entfernungsberücksichtigung eingeführt. Im Jahre 1875 wurde Baines von der britischen Postverwaltung zum „General-Aufseher“ ernannt und avancierte 1882 zum „General-Inspektor“. 1878 schlug Baines vor, sämtliche Stationen der Küstenwachen rund um die britische Insel mit Telegrafen auszurüsten. Dieser Vorschlag wurde 1892 realisiert, um auf mögliche Invasionen sofort reagieren zu können. Frederick Ebenezer Baines starb am 4. Juli 1911 in London.