Vor 275 Jahren wurde am 21. Dezember 1732 in Idstein (Nassau) der Gelehrte Johann Andreas Benignus Bergsträsser geboren. Er veröffentlichte 1784 einen Plan für eine „optische Post zwischen Hamburg und Leipzig“, der aber nie verwirklicht wurde. In den Jahren von 1785 bis 1788 beschäftigte sich Bergsträsser mit dem „Problem einer Correspondenz in ab- und unabsehbare Weiten der Kriegsvorfälle oder über Synthematographik“. Sein Vorschlag war, sämtliche zu übertragende Nachrichten in einem als „Parolbuch“ bezeichneten Wörterbuch zu sammeln und fortlaufend zu numerieren. Die Übertragung des Zifferncodes sollte mit Raketen mit und ohne Blitz, Sternen oder goldenem Regen erfolgen. Um die Realisierbarkeit zu beweisen unter- nahm Bergsträsser am 11. Juni 1786 zwischen dem Feldberg im Taunus, Bad Homburg, Bergen und Philippsruhe telegrafische Versuche mit Raketen, die jedoch nicht den erhofften Erfolg brachten. Ergänzend dazu beschrieb er weitere Vorschläge in seinem 1795 in Frankfurt/ Main erschienen Werk „Über Signal-, Ordre- und Zielschreiberei in die Ferne oder über die Synthematographie und Telegraphie“. Johann Andreas Benignus Bergsträsser starb am 24. Dezember 1812 in Regensburg.