Vor 50 Jahren starb am 21. Juni 1957 in Traunstein der Physiker Johannes Stark. Er wurde am 15. April 1874 in Schickenhof (Freihung) geboren. Aus einer bäuerlichen Familie stammend studierte Stark bis zu seiner Promotion 1897 in München Mathematik und Physik. Er habilitierte sich 1900 in Göttingen und lehrte seit 1906 als Professor der Physik in Hannover, Aachen, Greifswald und Würzburg. Von 1933 bis 1939 amtierte er als Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin und war von 1934 bis 1936 Präsident der “Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaften“. 1905 entdeckte er den optischen Doppler-Effekt an Kanalstrahlen. Dem folgte 1913 die Entdeckung des nach ihm benannten Stark-Effekts. Bei diesem Effekt handelt es sich um die Aufspaltung der Spektrallinien im elektrischen Feld. 1919 erhielt er „für seine Entdeckung des Doppler-Effekts bei Kanalstrahlen und der Zerlegung der Spektral-linien im elektrischen Feld“ den Nobelpreis für Physik. Als einer der Hauptvertreter der nationalsozialistisch inspirierten „deutschen Physik“ bekämpfte er die Quanten- und Relativitätstheorie als „jüdische Wissenschaften“.