Vor 125 Jahren wurde am 30. September 1882 in Neustadt (an der Weinstraße) der Physiker Johannes Wilhelm Geiger geboren.
Er studierte in Großbritannien an der Universität Manchester, an der er von 1906 bis 1912 als Mitarbeiter des Kernphysikers Ernest Rutherford (1871 - 1937) forschte. Anschließend lehrte er als Professor für Experimentalphysik in Kiel, Tübingen und Berlin. 1911 beobachtete Geiger die Streuung von Alphateilchen beim Durchgang durch dünne Metallfolien und führte die damit verbundenen Messungen durch. Diese Versuche führten zur Rutherfordschen Streuformel und zum Rutherfordschen Atommodell. Geiger fand heraus, dass die Ordnungszahl eines Elements gleich der Kernladungszahl seiner Atome ist. In Zusammenarbeit mit Rutherford gab Geißler 1909 einen Teilchendetektor bzw. Zählrohr an. 1913 erfand er den nach ihm als Geiger-Zähler benannten Spitzenzähler zum Zählen von Beta-Teilchen. In Zusammenarbeit mit dem Physiker Walter Müller entwickelte er 1928 das mit einem Verstärker ergänzte Geiger-Müller-Zählrohr zur Registrierung ionisierter Quanten. Das Geiger-Müller-Zählrohr ist heute noch ein wichtiges Nachweisgerät der Atomphysik und Kerntechnik. Johannes Wilhelm Geiger starb am 24. September 1945 in Potsdam.