Vor 50 Jahren starb am 16. Februar 1957 in Oxford (Mittel-england) der Physiker John Sealy Edward Townsend. Er wurde am 7. Juni 1868 in Galway (County Galway/ Irland) geboren. Townsend begann 1895 in Cambridge am Cavendish-Laboratorium sich mit der Untersuchung der elektrischen Eigenschaften der Gase zu beschäftigen. Dabei führte er direkte Messungen mit einheitlich verbind-lichen Ladungsgrößen durch. 1898 gelang ihm erstmals die Bestimmung der Größe der Elementar-ladung mittels der Tröpfchenmethode. 1901 entwickelte er die Theorie der Stoßionisation als Ursache für eine Energieübertragung. Diesen Vorgang bezeichnet man als Townsend-Ramsauer-Effekt, da fast zeitgleich aber unabhängig von Townsend dem deutschen Physiker Carl Ramsauer (1879 - 1955) die gleiche Entdeckung gelang. Die Entdeckung dieses Effektes war später insbesondere für das Erkennen der Natur der wellenförmigen Elektronenbewegung wichtig, wie sie dann in der Quantentheorie von Max Planck (1858 - 1947) beschrieben wurde.