Vor 100 Jahren wurde am 14. November 1907 in Rostow (Don) der Raumflugtechniker Leonid Iwanowitsch Sedow geboren. Mit seinen ersten Untersuchungen beschäftigte er sich mit nichtkompressiblen Flüssigkeiten. 1937 promovierte er mit seiner Dissertation „Die Theorie ebener Strömungen in idealen Flüssig-keiten“. Noch im gleichen Jahr folgte Sedow einem Ruf an die Moskauer Universität, um dort den Lehrstuhl für Hydrodynamik zu übernehmen. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er an Rüstungsaufgaben für die sowjetische Kriegsmarine. Nach Kriegsende wandte er sich Untersuchungen auf dem Gebiet der Aerodynamik zu. Mit der Hinwendung zu Problemen der Gasdynamik begannen seine Forschungen auf dem Gebiet der Raumflugtechnik, die er um zahlreiche neue Erkenntnisse bereicherte. In Anerkennung seiner wissenschaftlich-technischen Leistungen wurden Sedow eine Reihe hoher staatlicher Auszeichnungen verliehen. Unter Sedows Leitung trat 1957 die drei Jahre zuvor in der ehe-maligen Sowjetunion gegründete „Kommission für Interplanetare Verbindungen“ als stimmberechtigtes Mitglied der “Internationalen Astronautischen Föderation“ (IAF) bei. 1959 wurde Sedow zum Präsidenten der IAF gewählt.