Vor 125 Jahren wurde am 8. März 1882 in Sainte Croix-aux-Mines (Elsaß/ Frankreich) der Tabakindustrielle und Philate-list Maurice Burrus geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung trat Burrus Junior in das inzwischen umfangreich gewordene Tabakgeschäft seines Vaters und dessen zwei Brüder ein. Schon als Kind hatte Burrus begonnen, Briefmarken zu sammeln. Mit dem Erwerb von seltenen Exemplaren legte er bereits in jungen Jahren den Grundstein zu seiner wertvollen Markensammlung. Den stärksten Impuls als Sammler erhielt er jedoch während den Ferrari-Auktionen nach dem Ersten Weltkrieg, wo er neben dem englischen König Georg V. und dem amerikanischen Industriellen Arthur Hind zu den bedeutend-sten Käufern gehörte. Sein mit Hilfe der Tabakindustrie erworbene riesige Vermögen er-möglichte es ihm, solch wertvolle philatelistische Originale wie beispielsweise zwei Sätze der legendären Mauritius-Marken nebst einem Brief als Unikat von einem englischen Briefmarkenhändler am 12. Juni 1934 für 5 000 Pfund zu erwerben. Zuvor war er bereits im Jahre 1930 in den Besitz der Druckplatte dieser Markenrarität gelangt. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hatte Burrus vorsorglich seine wertvollsten Bestände in Banktresoren in der Schweiz und den USA rechtzeitig deponiert. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Burrus seine Verbindungen mit den Briefmarkenhändlern in aller Welt wieder auf. Diese halfen mit, seine Sammlung durch weitere Raritäten zu ergänzen. In seinen letzten Lebensjahren beschäftigte er sich fast ausschließlich mit seiner Briefmarkensammlung.
Maurice Burrus starb am 8. Dezember 1959 in Lausanne (Kanton Waadt/ Schweiz).