Vor 150 Jahren wurde 1857 in Paris der Elektrotechniker Maurice Leblanc geboren. Nach seiner elektrotechnischen Ausbildung an der Pariser Ecole Polytechnique war Leblanc für kurze Zeit im Eisenbahnwesen tätig. Danach beschäftigte er sich vorrangig mit Fragen der Drehstromtechnik und lehrte von 1903 bis 1909 als Professor für Elektro-technik an der Ecole des mines. Um 1875 beschäftigte sich Leblanc mit der Trägheit des menschlichen Auges bei schnellen Abtastvorgängen. Sein Ziel war, farbige Bilder elektrisch zu übertragen. Leblanc schlug am 2. November 1880 zur Realisierung dieser Idee ein Abtastsystem mit einem Prisma zur Zerlegung des Lichts in die sieben Spektralfarben, Spiegeln und Schlitzblenden vor. Für jede Spektralfarbe sollte eine Selenzelle ein Relais als „Lichtventil“ ansteuern. Infolge der damals noch fehlenden technischen Voraussetzungen gelangte dieser Konstruktions-vorschlag nicht zur Ausführung. Maurice Leblanc starb 1923 in Paris.