Ein US-amerikanischer Hochfrequenztechniker (1901 - 1982)
Zum Gedenken an seinen 25. Todestag
Vor 25 Jahren starb am 20. Mai 1982 in Washington (District of Columbia/ USA) der Hochfrequenztechniker Merle Anthony Tuve. Er wurde am 27. Juni 1901 in Canton (South Dakota/ USA) geboren. Von 1918 bis 1923 besuchte Tuve in Minneapolis die University of Minnesota. Danach wechselte er nach Princeton (New Jersey) an die Johns Hopkins University, an der er zum Doktor der Physik promovierte. Gemeinsam mit dem Physiker Gregory Breit, mit dem er seit dem Studium in Minnesota befreundet war, schickte Tuve 1925 im Auftrag des Carnegie Instituts in Washington (District of Columbia) Funkwellen in die Ionosphäre. Bei diesem Experiment verwendeten sie erstmals das Impuls-Radar-Prinzip. In einer bestimmten Richtung wurden dabei extrem kurze Hochfrequenzimpulse ausgestrahlt und die Zeitdifferenz zwischen dem Sendesignal und dem Echo des Empfangs-signal gemessen. Das Impuls-Radar-Prinzip setzte sich danach in der internationalen Ionosphären-Forschung durch. Außer der Ionosphären-Forschung galten weitere Arbeiten Tuves seit 1933 der Nuklear-Forschung. Während des Zweiten Weltkriegs beteiligte sich Tuve 1944 an dem Aufbau eines Radarsystems zur Abwehr der deutschen V 1- und V 2-Raketen.