Vor 100 Jahren wurde am 12. Januar 1907 in Shitomir der Raumflugtechniker Sergej Pawlowitsch Koroljow geboren. Ab 1927 arbeitete Koroljow in der Luftfahrtindustrie. In den folgenden Jahren studierte er an der Moskauer Technischen Hochschule und besuchte eine Fliegerschule. Sein berühmtester Lehrer war der Raumfahrtpionier Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski (1857 - 1935). 1931 zählte Koroljow zu den Gründungsmitgliedern der GIRD (Gruppa Isutschenija Reaktiwnogo Dwishenija“ = Gruppe zum Studium der Rückstoßbewegung). 1933 wurde Koroljow Leitungsmitglied des „Wissenschaftlichen Instituts zur Erforschung des Rückstoßes“. Ein Jahr später übernahm er an diesem Institut die Leitung der Abteilung für Raketenflugkörper. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er an der Konstruktion von Flüssigkeitstriebwerken für Kampfflugzeuge. Nach 1945 wandte sich Koroljow der Entwicklung von hochleistungs-fähigen Raketensystemen zu. Unter seiner Leitung als Chefkonstruk-teur entstanden eine Reihe Raunfahrt-Trägerraketen. Er hatte den scheidenden Anteil an der Entwicklung der Raumfahrzeuge „Wostok“, „Woschod“ und von Nachrichtensatelliten mit der Bezeichnung „Elektron“, „Molnija 1“ sowie von Raumsonden der „Kosmos“-Serie. Ihm zu Ehren wurde 1972 in der ehemaligen Sowjetunion die Koroljow-Medaille gestiftet. Sergej Pawlowitsch Koroljow starb am 14. Januar 1966 in Moskau.