Ein österreichischer Hochfrequenztechniker (1883 - 1958) Zum Gedenken an seinen 125. Geburtstag
Vor 125 Jahren wurde am 14. September 1883 in Wien der Hochfrequenztechniker Alexander Meißner geboren. Die bedeutsamste Erfindung Meißners war die Erzeugung ungedämpfter Schwingungen mit Hilfe einer rückgekoppelten Verstärkerröhre. Auf seine Rückkopplungsschaltung wurde ihm am 10. April 1913 das Reichspatent Nr. 261 604 erteilt. Unabhängig von Meißner gelang zum gleichen Zeitpunkt den beiden US-amerikanischen Hochfrequenztechnikern Edwin Howard Armstrong (1890 - 1954) und Lee de Forest (1873 - 1961) ebenfalls die Erfindung der Rückkopplungsschaltung, wobei es zu Prioritätsstreitigkeiten kam. Das von Meißner in den Folgejahren entwickelte Schwingaudion übertraf an Empfindlichkeit alle damals bekannten Rundfunkempfänger. Meißner beschäftigte sich mit Fragen des Antennenbaus, wobei er erstmals den Dipol in großen Parabolspiegeln als Antennenelement einsetzte. Seine weiteren Untersuchungen auf dem Gebiet der Sendetechnik galten der Frequenz-stabilisierung durch Einsatz von Quarzkristallen. Alexander Meißner starb am 3. Januar 1958 in Berlin-Dahlem.