Ein französischer Physiker (1852 - 1908) Zum Gedenken an seinen 100. Todestag
Vor 100 Jahren starb am 25. August 1908 in Le Croisic (Atlantik) der Physiker Antoine Henri Becquerel. Er wurde am 15. Dezember 1852 in Paris geboren. In Fortführung der Forschungsarbeiten seines Vaters Alexandre Edmont Becquerel (1820 - 1891) versuchte Antoine Henri Becquerel, ausgehend von der Fluoreszenz mancher Substanzen unter dem Einfluss von Röntgenstrahlen, die Zusammenhänge zwischen Fluoreszenz und Röntgenstrahlen zu finden. Dabei zeigte sich, dass Fotoplatten durch eine von Uransalzen ausgehende unsichtbare Strahlung belichtet wurden. Über diese spezifische Eigenschaft des Urans berichtete Becquerel am 2. März 1896. Damit wurde er zum Entdecker der Radioaktivität. Im Jahre 1899 identifizierte er die Betastrahlen durch Ablenkung im magnetischen Feld als Elektronenstrahlung. Im gleichen Jahr wie Marie und Pierre Curie erhielt er 1903 den Nobelpreis für Physik „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat.“ Ihm zu Ehren wurde die abgeleitete Einheit für die Radioaktivität in Becquerel (Bq) angegeben.