Ein deutscher Nachrichtentechniker (1884 - 1958) Zum Gedenken an seinen 50. Todestag
Vor 50 Jahren starb am 12.Mai 1958 in München der Mathematiker und Nachrichtentechniker Bruno Pohlmann. Er wurde am 12. März 1884 in Oranienburg geboren. Pohlmann absolvierte sein naturwissenschaftliches Studium an der Universität Berlin. 1912 begann er seine Forschungsarbeit im Berliner Laboratorium von Siemens & Halske. Dort befasste sich Pohlmann mit der Entwicklung von Hochvakuum-Röhren, die ab 1916 für Verstärkerzwecke eingesetzt wurden. Seine Entwürfe für Röhrenschaltungen erwiesen sich auch für die Tonfilmtechnik wichtig und führten um 1930 zu einer Reihe von Patentprozessen. Während des Zweiten Weltkriegs beschäftigte sich Pohlmann mit der Konstruktion von Geräten für die Luftfahrt. Nach Kriegsende war er maßgeblich am Wiederaufbau der zerstörten Siemenswerke in Berlin beteiligt. 1933 wurde er mit der Gauß-Weber-Gedenkmünze ausge-zeichnet. Die Technische Hochschule Karlsruhe verlieh ihm 1950 die Würde eines Ehrendoktors. 1956 wurde Pohlmann die Philipp-Reis-Plakette der Deutschen Bundespost verliehen.