Ein deutscher Elektroindustrieller (1845 - 1908) Zum Gedenken an seinen 100. Todestag
Vor 100 Jahren starb am 12. September 1908 in Berlin-Treptow der Elektroindustrielle Emil Ottomar Naglo. Er wurde am 15. Februar 1845 in Laurahütte (Oberschlesien; Gorny Slask/ Polen) geboren. Emil Ottomar Naglo gründete gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm im Jahre 1872 in Berlin die Firma Gebrüder Naglo. In diesem Betrieb wurden zunächst Telefone, Telegrafenapparate und elektrische Mess- und Kontrollgeräte für das Gebiet der Schwachstromtechnik produziert. Um 1890 ging der Betrieb zur Fertigung von Einrichtungen und Anlagen der Starkstromtechnik über und stellte Dynamomaschinen, Straßenbahnen und elektrische Beleuchtungseinrichtungen her. Naglos prosperierendes Unternehmen wurde in Berlin zu einem ernsthaften Konkurrenten der Siemens & Halske AG. 1897 verkaufte Naglo seinen Betrieb an die Firma Schuckert & Company, die ihrerseits in der 1903 gegründeten Siemens-Schuckertwerke GmbH aufging. Naglo war ein Mitbegründer des am 20. Dezember 1879 in Berlin geschaffenen Elektrotechnischen Vereins, aus dem am 22. Januar 1893 der Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) hervorging.