Ein US-amerikanischer Physiker (1901 - 1958) Zum Gedenken an seinen 50. Todestag
Vor 50 Jahren starb am 27. August 1958 in Palo Alto (California) der Physiker Ernest Orlando Lawrence. Er wurde am 8. August 1901 in Canton (South Dakota/ USA) geboren. Lawrence leistete mit der Erfindung des Cyclotrons einen wichtigen Schritt in der Kernphysik. 1930 baute Lawrence einen Elementarteilchenbeschleuniger, der die geladenen Teilchen magnetisch in eine Kreisbahn zwingt, in der sie durch ein elektrisches Hochfrequenzfeld ständig beschleunigt werden. Dieses erste Cyclotron der Welt, welches er in der Folgezeit ständig verbesserte, hatte einen Durch-messer von nur rund 25 Zentimetern. Mit diesem Gerät gelang es ihm, eine größere Anzahl künstlicher - in der Natur nicht vorkommender - radioaktiver Isotope zu erzeugen. Später wurden Cyclotron-Anlagen von zwei Kilometern Durchmesser und mehr gebaut. Sie hießen dann Protonen-Synchrotron und lieferten über eine Millionen Mal so große Menge an Teilchenenergien wie das erste Cyclotron. „Für die Erfindung und Entwicklung des Cyclotrons und die dadurch erzielten Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf künstliche radioaktive Elemente“ wurde Lawrence 1939 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.