Ein italienischer Physiker (1608 - 1647) Zum Gedenken an seinen 400. Geburtstag
Vor 400 Jahren wurde am 15. Oktober 1608 in Faenza der Physiker Evangelista Torricelli geboren. Bei der Überprüfung des jahrhundertealten Lehrsatzes des griechischen Gelehrten Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), dass „die Natur die Leere scheut“, erfand Torricelli das von ihm 1643 beschriebene Quecksilberbarometer. Seitdem vielfach verbessert, dient es heute noch der genauesten Messung des Luftdruckes. Als Nachfolger von Galileo Galilei (1564 - 1642) setzte Torricelli an der Universität Florenz das Werk seines berühmten Vorgängers fort. Bei seinem klassischen Experiment ging Torricelli von der Beobachtung Galileis aus, dass mit einer Kolbenpumpe eine Wassersäule von höchstens 10 Metern Höhe gehoben werden kann. Anstelle von Wasser füllte Torricelli Quecksilber in eine senkrecht stehende rund 1,20 Meter lange Glasröhre, die er an einem Ende verschloss und deren offenes Ende er in eine mit Quecksilber gefüllte Schüssel eintauchte. Nachdem ein Teil des Quecksilbers ausgeflossen war entstand in dem Glasrohr oben ein freigewordener Raum. Dieses Vakuum wurde später als sogenannte Torricellische Leere bezeichnet. Mit seinem Versuch wies Torricelli erstmals nach, dass der äußere Luftdruck einer Quecksilbersäule von rund 760 Millimetern Höhe das Gleichgewicht hält und somit der Luftdruck auf dem Gewicht der Luft beruht. Torricelli schrieb eine Reihe wissenschaftlicher Abhandlungen zu mathematischen Fragen und beschäftigte sich insbesondere mit der Erforschung der Ursachen von Luftdruckveränderungen sowie mit Vorgängen beim Ausströmen von Wasser aus Gefäßen. Evangelista Torricelli starb am 25. Oktober 1647 in Florenz. Zu Ehren Torricellis wurde ehemals die physikalische Einheit des Druckes in Torr angegeben.