Ein deutscher Mathematiker (1883 - 1959) Zum Gedenken an seinen 125. Geburtstag
Vor 125 Jahren wurde am 29. Januar 1883 in Bremervörde der Mathematiker Friedrich Adolf Willers geboren. Willers hatte maßgeblichen Anteil daran, dass bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges die maschinelle Rechentechnik in die Lehr-programme der Hochschulen aufgenommen wurde. Eines seiner frühesten Werke während seiner Professur an der Technischen Hochschule Berlin war sein 1926 erschienenes Lehrbuch über „Mathematische Instrumen-te“. In diesem damaligen Standardwerk der maschinellen Rechentechnik begründete Willers die Konstruktion des Staffelwalzenprinzips der Leibnizschen Rechenmaschine und beschrieb ausführlich Apparate zur Flächen- und Momentenberechnung, harmonische Analysatoren, Differen-ziatoren sowie verschiedene Formen von Datenspeichern. Von 1928 bis 1934 lehrte er als Professor für Mathematik und Darstellende Geometrie an der Bergakademie Freiberg und wirkte anschließend als freischaffender Wissenschaftler. 1944 übernahm Willers eine Professur an der Technischen Hochschule Dresden. Dort lehrte und forschte er von 1949 bis 1954 als Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und wandte sich bis zu seiner Emeritierung dem Entwurf von Geräten zur Lösung mathematischer Aufgaben zu. Friedrich Adolf Willers starb am 5. Januar 1959 in Dresden.