Ein deutscher Techniker (1808 - 1875) Zum Gedenken an seinen 200. Geburtstag
Vor 200 Jahren wurde am 10. April 1808 in Wattenscheid (Westfalen) der Techniker Friedrich Wilhelm Nottebohm geboren. Ab 1849 unterstanden Nottebohm als zivilem Baurat der Bau und die Instandsetzung der preußischen Telegrafenlinien, während zur gleichen Zeit die Leitung der Telegrafenbehörde bis 1850 in den Händen des Militärs in Person des Oberst Albert du Vignau (1795 - 1885) lag. Nach Vignaus Ausscheiden wurde Nottebohm von 1851 bis 1856 als „Commissarischer Vorstand“ der Telegrafendirektion ein-gesetzt. Er setzte sich maßgeblich für die am 25. Juli 1850 in Dresden vollzogene Gründung des Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins als erste größere internationale Kooperation des Nachrichtenwesens und für die Einführung des Morseapparates in Preußen ein. Nach verschiedenen Querelen Nottebohms mit der Firma Siemens & Halske wegen unbrauchbar gewordener unterirdisch verlegter Telegrafenleitungen und wegen der militärischen Bedeutung der Nachrichtenübermittlung wurde auf Drängen des Kriegsministers im Dezember 1856 Major Francois Alfons D?sir? Chauvin (1812 - 1892) zum Direktor des preußischen Telegrafenwesens ernannt. Friedrich Wilhelm Nottebohm starb am 18. Oktober 1875 in Berlin.