Ein britischer Techniker (1858 - 1938) Zum Gedenken an seinen 150. Geburtstag
Vor 150 Jahren wurde am 9. Juni 1858 in Eltham (Kent) der Techniker George Croydon Marks geboren. Sein Vater arbeitete als Handwerker im Königlichen Arsenal in Woolwich. Anfangs besuchte Marks eine Privatschule in Eltham. Ein ihm gewährtes Whithworth-Stipendium ermöglichte Marks die Aufnahme eines Studiums am King´s College der Londoner Universität. Nach seinem Studium arbeitete er einige Jahre in Birmingham als Ingenieur bei einem Maschinenbaubetrieb. Im gleichen Ort eröffnete Marks ein Ingenieur- und Patentbüro, welches er 1893 nach London verlegte. Ein gleiches Büro betrieb er ab 1910 in New York City. Dort lernte er Thomas Alva Edison (1847 - 1931) kennen und wurde dessen Patentanwalt und Berater. Nach dem Ersten Weltkrieg wechselte Marks zu der aufkommenden Schallplattenindustrie. Als Vorsitzender der „Edison Phonograph Company“ und der „Columbia Graphophone Company“ beteiligte er sich 1931 in entscheidender Weise am Zusammenschluss der beiden Unter-nehmen zur „Electrical and Musical Industries Ltd.“ (EMI). In Anerkennung seiner Leistungen wurde er 1911 geadelt und 1929 zum Baron erhoben. Der wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmer Marks vertrat er von 1906 bis 1924 als Parlamentsmitglied die Interessen der Liberalen. George Croydon Marks starb am 24. September 1938 in Cerne Abbas (Bornemouth).