Ein deutscher Elektrotechniker (1858 - 1934) Zum Gedenken an seinen 150. Geburtstag
Vor 150 Jahren wurde am 26. März 1858 in Mainz der Elektro-techniker und Physiker Karl Strecker geboren. Strecker absolvierte sein Studium der Physik und Philosophie an den Universitäten von Tübingen, Heidelberg und Straßburg. An der Univer-sität Straßburg arbeitete Strecker als Assistent bis zu seiner Promotion und wechselte 1875 an die Universität Würzburg. Nach einigen Jahren übersiedelte Strecker nach Berlin, um dort das Forschungslaboratorium der „Deutschen Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität“ (1883 in Berlin gegründet und 1887 in die AEG umgewandelt) aufzubauen. 1887 war Strecker einer der Mitbe-gründer der Physikalisch Technischen Reichsanstalt (PTR). Von 1888 bis 1923 stand er im Dienste der Reichstelegraphenverwaltung. Nach Gründung des Telegraphentechnischen Reichsamtes( TRA) am 1. Oktober 1920 wurde er zum Leiter dieser Institution berufen und übte diese Tätigkeit bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1923 aus. Danach übersiedelte er von Berlin nach Heidelberg. Als Leiter des TRA gehörte zu Streckers Aufgabenbereich die Über-prüfung der vorhandenen Fernmeldeanlagen der Telefonie und Tele-grafie und die Prüfung der eingereichten fernmeldetechnischen Erfindungen. Für seine Verdienste auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik wurde Strecker 1922 von der Technischen Hochschule Berlin mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde geehrt. Karl Strecker starb am 24. August 1934 in Heidelberg.