Ein deutscher Physiker (1858 - 1947) Zum Gedenken an seinen 150. Geburtstag
Vor 150 Jahren wurde am 23. April 1858 in Kiel der Physiker Max Planck geboren. Er war der Sohn einer aus Süddeutschland stammenden Gelehrten-familie, die 1867 von Kiel nach München wechselte. Nach dem Besuch des dortigen Maximilian-Gymnasiums begann er 1874 an der Universität München sein Physikstudium, welches er vorübergehend in Berlin fortsetzte, um es dann mit einer Promotion an der Münchener Universität abzuschließen. In seiner Dissertation beschäftigte sich Planck mit der Herausarbeitung der zentralen Rolle des Entropie-begriffs für die Thermodynamik. Von 1885 bis 1889 lehrte Planck in Kiel als Physikprofessor und folgte anschließend einer Berufung an die Berliner Universität, um dort als Nachfolger Gustav Robert Kirchhoffs (1824 - 1887) den Lehrstuhl für Physik zu übernehmen. Von 1912 bis 1938 hatte Planck das Amt eines Sekretärs der Preußischen Akademie der Wissenschaften und im gleichen Zeitraum von 1930 bis 1937 das des Präsidenten der „Kaiser Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“ (der späteren „Max-Planck-Gesellschaft“) inne. Von 1945 bis 1946 leitete er in Göttingen die „Max-Planck-Gesellschaft“. Plancks überragende Leistung von 1899 ist die Einführung der später nach ihm benannten Konstante h als elementares Wirkungsquantum in die Physik. Das Wirkungsquantum h, das bei den Energiestufen der Strahlungsoszillatoren auftritt, zählt zu den wichtigsten Natur-konstanten. Die dabei vorgenommene Quantelung der Energie ermöglichte die Definition des Photons, die Deutung des licht-elektrischen Effekts durch Albert Einstein (1879 - 1955), die Entwicklung des Atommodells von Niels Bohr (1885 - 1962) sowie die Entwicklung der Quantenmechanik mit ihren wissenschaftlichen und technischen Konsequenzen. 1918 erhielt Planck „als Anerkennung des Verdienstes, das er sich durch seine Quantentheorie um die Entwicklung der Physik erworben hat“ den Nobelpreis für Physik verliehen. Max Planck starb am 4. Oktober 1947 in Göttingen.