Ein deutscher Hochfrequenztechniker (1897 - 1958) Zum Gedenken an seinen 50. Todestag
Vor 50 Jahren starb am 11. November 1958 in Überlingen (Bodensee) der Hochfrequenztechniker Otto Griessing. Er wurde am 19. Januar 1897 in München geboren. Nach seiner Mitarbeit am Münchener Rundfunksender baute Griessing im Jahre 1926 in Italien eine Fabrik für nachrichtentechnische Geräte auf. Im folgenden Jahr nach Deutschland zurückgekehrt übernahm er bei der Firma Dr. Georg Seibt in Berlin-Schöneberg die Konstruktion von Rundfunkgeräten. Auf Wunsch der nationalsozia-listischen Regierung entwickelte Griessing im Frühjahr 1933 ein preiswertes und qualitativ gutes Rundfunkgerät für Gleich-, Wechselstrom- oder Batteriebetrieb. Dieser „Volksempfänger VE 301“ wurde von über 100 Rundfunkgerätefabriken in Massenauflage erzeugt und kam für 76.- Reichsmark, dem damals doppelten Wochenlohn eines Industriearbeiters, in den Handel. Bis Herbst 1933 waren bereits 200.000 Apparate des „VE 301“ verkauft, mit dessen Signum die Nationalsozialisten an ihre Machtergreifung am 30. Januar 1933 erinnern wollten.