Ein österreichischer Physiker (1883 - 1964) Zum Gedenken an seinen 125. Geburtstag
Vor 125 Jahren wurde am 24. Juni 1883 auf Schloss Waldstein (bei Peggau in der Steiermark) der Physiker Victor Franz Hess geboren. Sein Vater war als Forstrat tätig. Von 1901 bis 1905 studierte Hess an der Universität Graz Physik. Dort promovierte er 1906 und wechselte dann an das Zweite Physikalische Institut der Universität Wien, wo er bis zu seiner Habilitation 1910 lehrte und forschte. Danach setzte er seine wissenschaftliche Arbeit am Wiener Institut für Radiumforschung fort. Im Rahmen der Erforschung der Gamma-Strahlung am Boden und bei Freiballonaufstiegen in der Atmosphäre entdeckte Hess 1913 die kosmische bzw. Höhenstrahlung. Seine weiteren Forschungen zu Fragen der Leitfähigkeit der Atmosphäre und der kosmischen Strahlung setzte er von 1925 bis 1938 in Graz und Innsbruck fort. Aus politischen Gründen emigrierte Hess nach der Besetzung Österreichs 1938 in die USA an die Fordham University in New York City. 1944 wurde ihm die US-Staatsbürgerschaft verliehen. An der Fordham University führte er seine Forschungsarbeit bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1956 weiter. „Für die Entdeckung der kosmischen Strahlung“ erhielt Hess 1936 den Nobelpreis für Physik. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen wurden ihm eine Reihe von Auszeichnungen und Ehren-doktoraten verliehen. Victor Franz Hess starb am 17. Dezember 1964 in Mount Vernon (Bundesstaat New York/ USA).