Ein deutscher Elektrotechniker (1908 - 1981) Zum Gedenken an seinen 100. Geburtstag
Vor 100 Jahren wurde am 17. März 1908 in Dauborn (Limburg) der Elektrotechniker und Physiker Walter Heimann als Sohn eines Kaufmanns geboren. Heimann studierte von 1927 bis 1931 an der Technischen Hochschule Darmstadt Elektrotechnik und Technische Physik. Nach seinem Studienabschluss wechselte er an das Berliner Forschungsinstitut der AEG, um sich dort mit Fragen der Elektro-akustik zu beschäftigen. Davon ausgehend wandte sich Heimann 1933 Untersuchungen der Frequenzabhängigkeit der Braunschen Röhre mit Gaskonzentration zu. Noch im gleichen Jahr trat er in die Fernseh-Abteilung des Reichspostzentralamtes Berlin-Tempelhof ein, wo er sich mit der Entwicklung von Hochvakuum-Katodenstrahlröhren be-fasste. Ähnlich wie Wladimir Kosma Zworykin (1889 - 1982) in den USA entwickelte Heimann von 1934 bis 1936 eine Ikonoskop-Kamera für Fernsehaufnahmen. Dem folgte 1939 die Konstruktion eines Super-ikonoskops in verkleinerter Ausführung. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Heimann mit einem Forscherteam am 1.April 1946 in Wiesbaden die „Physikalisch-Technischen Werkstätten“, aus denen später die Heimann GmbH hervorging. Dieser sich ständig vergrößernde Betrieb machte mit einer Reihe elektrooptischer Neuentwicklungen auf sich aufmerksam. Am bekanntesten davon waren die 1951 entwickelte Fernsehkameraröhre vom Typ Vidicon (unter dem Namen „Resistron“ auf den Markt gebracht) und die EIC-Röhre für Röntgen-Gepäckprüfanlagen. Für seine technisch-wissenschaftlichen Pionierleistungen erhielt Heimann eine Reihe von Medaillen , 1975 die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Braunschweig und 1979 das Verdienstkreuz erster Klasse der BRD verliehen. Walter Heimann starb am 10. September 1981 in Wiesbaden.