Ein deutscher Elektrotechniker (1908 - 1976) Zum Gedenken an seinen 100. Geburtstag
Vor 100 Jahren wurde am 1. Januar 1908 in Koblenz der Elektro-techniker Wolfgang Dillenburger geboren. Dillenburger übernahm im Herbst 1933 bei der Firma Max Braun in Frankfurt (Main) die Entwicklung von Rundfunkgeräten. Nach zwei Jahren wechselte er nach Berlin zur damaligen Fernseh-AG. Seit diesem Zeitpunkt erwarb er mehr als 120 Patente auf dem Gebiet der elektronischen Bildübertragung. 1940 entwickelte Dillenburger eine Dia-Abtastanlage für die Wiedergabe von 1029-zeiligen Fernseh-bildern. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten Dillenburgers Arbeiten großen Einfluss auf die weitere Entwicklung elektronischer fernseh-technischer Geräte wie beispielsweise elektrooptische Wandler, Filmaufzeichnungsgeräte und Aufnahmekameras. In seinem Labor entstand für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) 1954 die erste Kamera mit einem Superorthikon, 1957 mit dem Vidikon und 1968 mit dem Plumbicon ausgestattet. Mit der Plumbicon-Kamera war es möglich, Fernsehsendungen der US-amerikanischen NTSC-Norm in Fernsehsendungen der PAL-Norm umzuwandeln und umgekehrt ebenso. Wolfgang Dillenburger starb 1976.