Ein österreichischer Physiker (1900 - 1958) Zum Gedenken an seinen 50. Todestag
Vor 50 Jahren starb am 15. Dezember 1958 in Zürich (Schweiz) der Physiker Wolfgang Pauli. Er kam am 25. April 1900 in Wien zur Welt. Die von Pauli erarbeiteten neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse trugen wesentlich dazu bei, dass die von Albert Einstein (1879 - 1955) bis 1915 entwickelte Relativitätstheorie und die Gedanken der Quantenmechanik von Max Planck (1858 - 1947) zum Durchbruch gelangten. Sicherlich entsprach seine spätere wissenschaftliche Laufbahn den Wünschen seines als Biochemiker forschenden Vaters. Kurz nach Abschluss seines Gymnasialbesuchs veröffentlichte Pauli bereits einen ersten bedeutenden Beitrag zur Relativitätstheorie. Sein Studium der Physik begann er 1918 an der Universität München, welches er 1921 in Göttingen mit einer Promotion abschloss. Noch während seiner Studienzeit hatte Pauli ein in Fachkreisen sehr beachtetes Referat über die Relativitätstheorie verfasst. Im Jahre 1922 für kurze Zeit an der Universität Hamburg tätig folgte Pauli 1923 einer Einladung von Niels Bohr (1885 - 1962) an die Universität Kopenhagen. Nach seiner Rückkehr erlangte er mit der Formulierung des nach ihm benannten Pauli-Prinzips über den Schalenaufbau der Atomhülle weitere Berühmtheit in der Fachwelt. Aufgrund dieses Naturgesetzes gelangen weitreichende Folgerungen in der Kernphysik, die Begründung des Periodensystems der Elemente und die Entdeckung des Neutrinos als einem weiteren Elementarteilchen. Seine weiteren Forschungen über Wellen- und Quantenmechanik führte Pauli als Physikprofessor ab 1928 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich durch.
Nach seinem Wechsel in die USA war er von 1940 an wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Forschungsinstituts der Universität in Princeton (New Jersey). In seiner neuen Heimat erhielt Pauli 1946 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Im gleichen Jahr kehrte er nach Zürich zurück, wo sich in seinem Umkreis ein bedeutendes Zentrum der theoretischen Physik bildete. Für seine wegweisenden wissenschaftlichen Leistungen wurde Wolfgang Pauli 1945 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.