Im Jahr 2005 wurden neben 30 Millionen analogen Fotoapparaten rund 100 Millionen Digitalkameras verkauft. Mit dem neuen Gerätetypus verändert sich das Nutzungsverhalten der Hobbyfotografen, von denen laut einer Studie nur 50 Prozent alle digital aufgenommenen Bilder auch ausdrucken, fünf Prozent verzichten ganz auf Papierabzüge. Und wie das Bedürfnis nach Intimität beim Telefonieren mit der Verbreitung des Handys abgelöst wurde durch öffentlich geführte Monologe, gehören Dia-Shows im Freundeskreis und das Betrachten von Fotoalben in familiärer Runde der Vergangenheit an. Zahlreiche Fotoamateure jeden Alters, so berichtete die Wochenzeitung Focus Anfang des Jahres, sammeln ihre Aufnahmen in Online-Alben und präsentieren ihren persönlichen Bilderbogen jetzt einem Millionenpublikum im weltweiten Netz.