Starker Draht am Flunken Kabelschäden durch ankernde Schiffe
Rainer Jurschek
Das Museum für Kommunikation Hamburg zeigt im „Wasserraum“ seiner Dauerausstellung das Fragment eines durch einen Schiffsanker zerstörten Seekabels. Das wie Kabelsalat anmutende Exponat entstammt dem zwischen der mecklenburgischen Küste und der dänischen Insel Falster verlegten Seekabel Sk 884, das seit 1931 Warnemünde mit Gedser verbindet. Es ist das letzte von insgesamt vier zwischen Deutschland und Dänemark verlegten Fernsprechseekabeln (Dänenkabel IV). Mit seinen 44 Sprechkreisen und einer Rundfunkleitung war das 47 Kilometer lange Seekabel das bis dahin leistungsfähigste. Es stellte Fernsprech- und Telegrafenverbindungen von Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Moskau, Prag, Warschau, Wien und Zürich nach Kopenhagen bereit.