Wenn’s brenzlig wird kurz Katastrophen- und Kriesenkommunikation in Deutschland
Die Schneekatastrophe in Nordrhein-Westfalen Ende November 2005 kam wie aus heiterem Himmel. Zwar ist um diese Jahreszeit in weiten Teilen Westeuropas mit winterlichen Wetterverhältnissen zu rechnen, doch solche Schneemassen, wie sie am Ersten Advent dank des ins Stocken geratenen Tiefausläufers „Thorsten“ über dem flachen Münsterland herabfielen, hat dann doch keiner erwartet. Die Folgen waren so dramatisch, dass sogar ausländische Medien ausführlich darüber berichteten. Denn bei über 1000 Unfällen auf spiegelglatter Fahrbahn mit einem Toten und mehreren Verletzten blieb es nicht. Gut 80 Strommasten stürzten unter der Last des Neuschnees ein, über 200 000 Menschen mussten ohne Strom auskommen, zum Teil sogar mehrere Tage. Auch das Telefonfestnetz war lahmgelegt. Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst schickten Tausende von Technikern und Betreuern, um die Krise zu bewältigen. Vor solchen Unwetterkatastrophen wie im Münsterland ist auch eine technologisch hochgerüstete Zivilisation wie die unsere nicht gewappnet. Im Gegenteil. Das Beispiel zeigt eindringlich, (…)