Vom Holzgasgenerator zur Serienproduktion Der Fuhrpark der DDR-Post Roland Fischer
Anders als in den westlichen Besatzungszonen demontierten die sowjetischen Besatzer alles, was noch irgendwie verwendungsfähig schien. Ob man es dann in der Sowjetunion tatsächlich auch gebrauchen konnte, war zumeist gleichgültig. Auf diese Weise verschwanden unter anderem die nicht zerstörten Reste des Opelwerkes in Brandenburg und die Vomag-Fertigungsanlagen in Plauen gänzlich von der Landkarte. In Eisenach gelang es, den sowjetischen Offizieren klarzumachen, dass diese schneller an benötigte Militärlimousinen kommen würden, wenn sie die Produktion im ehemaligen BMW-Werk vor Ort beließen, als erfolglos auf Lieferungen aus der Sowjetunion zu setzen. Auf diese Weise verblieb das Werk, betrieben durch die sowjetische Aktiengesellschaft Awtowelo, erhalten. Zunächst wurden Haushaltsgegenstände und Handwagen hergestellt, dann auch Mororräder und bereits im Oktober 1945 der erste BWM 321, ein unveränderter Vorkriegtyp. Aus dem BMW 326 abgeleitet entstand 1949 die EMW 340-2-Limousine. Die Eisenacher Motoren Werke mit weiß-rotem Markenzeichen hatten die blau-weiße BMW-Vergangenheit abgelöst und waren als Volkseigener Betrieb (VEB) wie alle anderen Betriebe auch in die „IFA-Vereinigung Volkseigener Fahrzeugwerke“ eingegliedert worden. (…)