(…) Mit dem Anfang der 1950er-Jahre gefertigten EMW 340-3 Kastenlieferwagen erhielt auch die Deutsche Post erstmals wieder „Neufahrzeuge“. Auch der gegenüber der Vorkriegszeit nahezu unveränderte DKW Kastenlieferwagen, nunmehr von der IFA Fahrzeugbau Chemnitz hergestellt, hielt als Typ IFA F 8 in dieser Zeit Einzug in den Fuhrpark der Deutschen Post. Der Karosserieaufbau bestand weiterhin aus Holz, meist Buche; Stahlkarosserien bildeten aus Fertigungs- und vor allem Versorgungsgründen eher die Ausnahme. Von der Sowjetischen Militäradministration war der Deutschen Post 1945 aufgetragen worden, die Personenbeförderung nur noch im Gelegenheitsverkehr zu betreiben. Dennoch dauerte es bis 1953, bis die letzten 124 Kraftomnibusse der Post an die Generaldirektion Kraftverkehr abgegeben wurden. Da die VEB im ländlichen Bereich noch keinen Linienbetrieb gewährleisten konnten, übernahmen die Landkraftpostwagen die Personenbeförderung wie gehabt und beförderten 1962 immerhin noch 1,28 Millionen Reisende, 1952 waren es durch die Kraftpostbusse auf rund 2500 Kilometern Länge noch 14,8 Millionen Reisende gewesen. Erst in den 1980er-Jahren wurde die Personenbeförderung auf Landpostlinien endgültig eingestellt. Der Fahrzeugliebhaber Günter Schubert berichtet aus seiner Jugendzeit im thüringischen Greiz, dass dort noch im Frühjahr 1953 ein Büssing-NAG-Dreiachser mit 44 Sitzen, drei eckige Henschel-Zweiachser von 1929 und zwei kleine Magirus- beziehungsweise MAN-Busse mit 21 Sitzen erhalten geblieben waren und in Zeulenroda stationiert. Im täglichen Einsatz auf der Linie 13 Zeulenroda-Triebes-Greiz waren der Dreiachser, und wenn dieser ausfiel die zwei kleinen 21-Sitzer und zwei Henschelbusse. Eine Henschelkarosserie war noch 2006 als Gartenlaube zu bewundern.