(…) Ihren Ursprung hat die heutige Unternehmenskleidung in der sogenannten Ziviluniform. Das Tragen einer Ziviluniform war an fürstlichen Höfen üblich. Sie markierte die Rangordnung der höfischen Gesellschaft. Neben der Beamtenkleidung gehörte die uniformähnliche Diener- oder Dienstkleidung dazu. So war die Livree die Einheitskleidung, mit der bei Hof den beamteten Personen ein besonderer Glanz verliehen werden sollte. Zunächst eine reine Staats- und Arbeitskleidung, wurde sie später zur Dienstkleidung und hat sich als Unternehmenskleidung in einigen Berufen bis heute erhalten. Uniformvorschriften für Postbeamte erließ als erster der preußische König Friedrich I. im Jahr 1703. Die geforderte Uniform war aber eine reine Gala- oder Staatskleidung, keine Arbeitskleidung. Die Ausstattung orientierte sich an der herrschenden Mode und war farbenfroh und aufwendig. Unter Friedrich II. im Jahr 1785 wurde ein erneutes Post-Uniform-Reglement erlassen, das nicht nur eine Galauniform, sondern auch eine Dienstkleidung für die Postmitarbeiter vorsah. Wie bei der ersten Uniformvorschrift war die Grundfarbe des Rocks dunkelblau, der Kragen orangerot. Das Blau der preußischen Postkleidung hat sich bis zu den Briefzustellern der Deutschen Post AG erhalten.