(…) Die ersten Computer kamen ganz ohne Monitore aus, als Ein- und Ausgabegeräte dienten Fernschreiber. Zwar wurde der erste Computermonitor bereits zwischen 1949 und 1951 entwickelt, doch der Whirlwind-Computer des Massachusetts Institute of Technology war ein Einzelstück. In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren gab es Computerbildschirme nur an Universitätsinstituten, in denen an der Entwicklung von Computersystemen und an der Mensch-Maschine-Interaktion gearbeitet wurde. Dort entstanden mit Tic-Tac-Toe, Tennis for two und Space War auch die ersten Computerspiele, die auf winzigen Oszillographenröhren mit nur wenigen Zentimetern Durchmesser gespielt wurden. Die graphische Darstellung beanspruchte damals eine hohe Rechenleistung und die Verwaltung und Verarbeitung graphischer Daten war programmiertechnisch noch nicht gelöst. Im Jahr 1961 kam der erste in Serie hergestellte Computer mit einem Bildschirm auf dem Markt. Der von der Digital Equipment Corporation (DEC) hergestellte „Minicomputer“ PDP-1 hatte eine kreisrunde Bildröhre mit 16 Zoll (40 Zentimeter) Durchmesser – und kostete 120 000 US-Dollar. Bildschirmeinheiten für Großrechner lieferte IBM dann ab 1965. Der Vektor-Bildschirm IBM 2250 kostete rund 100 000 US-Dollar und hatte eine Bildschirmdiagonale von 21 Zoll. Von diesen umgerechnet 53 Zentimetern war allerdings nur ein Feld von 12 mal 12 Zoll (30 mal 30 Zentimeter) effektiv nutzbar. Ungefähr 1 000 dieser Bildschirme gab es im Jahr 1971 in den USA.