Der 20. Juni 1983 ist ein herausragendes Datum in der Geschichte der Telekommunikation. An diesem Tag ging das erste öffentliche deutsche Kartentelefon in Betrieb. In Frankfurt am Main kamen hierfür Telefonkarten im Scheckkartenformat zum Einsatz. Es sollte ein Betriebsversuch werden, um das System und die Akzeptanz bei den Telefonkunden zu testen.
Der damalige Minister für Post und Telekommunikation, Dr. Christian Schwarz-Schilling, führte das erste offizielle Telefonat von einem öffentlichen Kartentelefon mit seinem Amtskollegen Josi Barthel in Luxemburg.
Der Minister ließ mitteilen: „Die Karten sind fälschungssicher. Die Gebühreninformationen sind in die Karte eingeprägt, werden nach einem optischen Verfahren (Hologrammverfahren) abgelesen und automatisch um die verbrauchten Gebühreneinheiten vermindert. Kartentelefone haben gegenüber den Münzfernsprechern den Vorteil, dass der Benutzer nicht für passende Münzen sorgen muss. Weil die Geräte kein Bargeld enthalten, bieten sie auch keinen Anreiz zu Beraubungsversuchen. Außer den von der internationalen Elektrofirma Landis & Gyr gelieferten Geräten sollen in den kommenden Jahren in anderen Orten weitere Systeme erprobt werden, zum Beispiel Karten mit Magnetstreifen und solche mit elektronischen Chips. Die zweijährigen Tests sollen zeigen, welches System die Deutsche Bundespost endgültig einführen und in welchem Umfang sie Kartentelefone neben den Münzfernsprechern aufstellen wird.“