Berühmte Sammler und Ihre Marotten Als der scharfzüngigen Lady Montagu im Oktober 1716 die kaiserliche Schatzkammer in Wien gezeigt wurde, wusste sie nichts Besseres zu vermerken, als dass es sich um lauter „Gerümpel“ handele. Am Kaiserhof war man darüber anderer Meinung. Die Kronen, Waffen, Möbel, Edelsteine, Reliquien weltlicher und geistlicher Art, Erbstücke und Geschenke ausländischer Herrscher, die magischen Instrumente und Kunstwerke waren religiöse und politisch-historische Devotionalien, um die sakrale Weihe und weltliche Würde Habsburgs zu unterstreichen.