Ein deutscher Zeitungsherausgeber (1811–1879) Zum Gedenken an seinen 125. Todestag
Vor 125 Jahren verstarb am 11. Mai 1879 in Berlin der deutsche Zeitungsherausgeber Bernhard Wolff. Er wurde am 3. März 1811 in Berlin geboren. Wolff wurde 1849 zum Begründer der ersten deutschen Nachrichtenagentur. Mit Beginn seiner Tätigkeit in Berlin als Geschäftsführer der „Vossischen Zeitung“ und ab 1. August 1848 der „National-Zeitung“ bemühte er sich frühzeitig um die schnelle Beschaffung wichtiger Nachrichten. Die am 31. August 1849 verfügte Freigabe der staatlichen elektrischen Telegrafenlinien in Preußen für den privaten Publikumsverkehr war die Voraussetzung dafür, dass Wolff in der Berliner „National-Zeitung“ am 28. November 1849 den Lesern mitteilen konnte: „Wir sind durch ausgedehnte Verträge in den Stand gesetzt, einstweilen täglich telegrafische Depeschen aus Paris, London, Amsterdam und Frankfurt geben zu können ...“ Mit der Gründung als „Wolffsches Telegrafenbüro“ (W.T.B.) im Dezember 1849 begann das Geschäft mit der „Ware Nachricht“, da das W.T.B. die Nachrichtenbeschaffung allen Zeitungen gegen Bezahlung zur Verfügung stellte. Durch einen Kartellvertrag von 1870 musste sich Wolffs Hauptkonkurrent Reuter zum Rückzug aus Deutschland verpflichten.