Ein deutscher Ingenieur und Industrieller (1829–1906) Zum Gedenken an seinen 175. Geburtstag
Vor 125 Jahren wurde am 3. März 1829 in Menzendorf (Mecklenburg) der deutsche Ingenieur und Industrielle Carl Heinrich von Siemens geboren. Als Bruder des Firmengründers Werner von Siemens (1816–1892) trat Carl Heinrich von Siemens 1850 in die Firma Siemens & Halske ein. Nach der Mitarbeit an der im Herbst 1853 in Russland vollendeten Kabellinie zwischen St. Petersburg und Kronstadt und dem Bau einer Telegrafenlinie von St. Petersburg bis nach Sewastopol, während des Krimkrieges 1855 vollendet, gründete Carl Heinrich von Siemens noch im gleichen Jahr in St. Petersburg eine russische Zweigniederlassung zur Anlage und Verwaltung von Telegrafenlinien. Diese Zweigniederlassung leitete er bis 1867 und nochmals von 1880 bis 1890. Ihm unterstand 1867/68 für kurze Zeit das Kupferbergwerk Kedabeg der Siemens & Halske AG im Kaukasus. Zwischenzeitlich beteiligte er sich von 1869 bis 1880 an der Geschäftsführung der Londoner Firma seines Bruders Carl Wilhelm (Sir William; 1823–1883), der Siemens Brothers & Company. Unter der persönlichen Leitung von Carl Heinrich von Siemens wurde 1874 das vierte Transatlantikkabel von Europa nach Amerika mit dem firmeneigenen Kabelleger „Faraday“ gelegt. Kabelhersteller war die 1864 in Woolwich gegründete Seekabelfabrik der Siemens Brother & Company. 1890 nach Berlin zurückgekehrt übernahm Carl Heinrich von Siemens bis 1904 leitende Positionen bei der Siemens & Halske AG. Carl Heinrich von Siemens starb am 21. März 1906 in Menton (Frankreich).