Ein US-amerikanischer Hochfrequenztechniker (1890–1954) Zum Gedenken an seinen 50. Todestag
Vor 50 Jahren starb am 1. Februar 1954 in New York City der US-amerikanische Hochfrequenztechniker Edwin Howard Armstrong. Er wurde am 18. Dezember 1890 in New York City geboren.
Die ersten Rundfunksender hatten Anfang der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts ihren Betrieb aufgenommen. Sendungen auch
räumlich hören zu können, war in dieser Zeit jedoch noch nicht möglich. In den USA entwickelte erstmals Armstrong die technischen Möglichkeiten für stereofonische Übertragungen. Schon während des Besuches der Columbia-Universität in New York City erhielt Armstrong von seinem berühmten Hochschullehrer Michail Idvorsky Pupin (1858–1935) die ersten Impulse, Forschungen auf dem Gebiet der Funktechnik zu betreiben. Bereits während seiner Studienzeit gelangen Armstrong einige kleinere schaltungstechnische Erfindungen. Nach Abschluss seines Studiums setzte er ab 1913 als Assistent von Pupin seine Forschungsarbeiten an der Columbia-Universität fort. Während des Ersten Weltkrieges diente Armstrong als Major in einer US-amerikanischen Nachrichteneinheit, die nach dem Kriegseintritt der USA seit 1917 in Frankreich eingesetzt war. Sofort nach Kriegsende nahm Armstrong seine Forschungsarbeit an der New Yorker Columbia-Universität wieder auf. Als wichtigste Ergebnisse seiner Forschungen auf dem Gebiet der Amplitudenmodulation (AM) gelangen ihm 1919 die Erfindung des Überlagerungsempfängers und 1920 die Erfindung der Pendelrückkopplung. Insbesondere diese beiden Erfindungen führten zu einem starken Auftrieb des Funkverkehrs der immer zahlreicher werdenden Kurzwellen-Rundfunkamateure. Nach Pupins Ausscheiden aus dem Hochschuldienst der Columbia-Universität übernahm Armstrong im Jahre 1931 dessen Lehramt. Die Erfolge in seiner Forschungsarbeit wurden 1934 mit der Berufung zum Professor gewürdigt.
Einen für die Weiterentwicklung der Hochfrequenztechnik ebenfalls wichtigen Beitrag leistete Armstrong mit seiner 1933 erstmals erfolgreich demonstrierten Breitband-Frequenzmodulation (FM). Diese Erfindung wurde 1935 patentiert. Als weitere epochale Erfindung gelang Armstrong 1948 die Realisierung der Mehrfach-Ausnutzung von FM-Sendern für Rundfunkzwecke. In Fachkreisen als Multiplex-Verfahren bezeichnet, bildete es den Ausgangspunkt für die Entwicklung des Stereofonie-Rundfunks und der Background-Musik. Bis zu seinem Lebensende arbeitete Armstrong mit verschiedenen US-amerikanischen Rundfunkgesellschaften und Unternehmen der Rundfunkindustrie, die seine Hochfrequenzsysteme übernahmen, zusammen. Mit seinen Erfindungen leistete Armstrong einen entscheidenden Beitrag für die Entwicklung der heutigen Stereofonie- und UKW-Technik.